Reifenanprobe

März 2017

Heute nichts besonderes unternommen – eine Probe- Einstellfahrt zum Oldtimertreff. Dabei mal die Fahrersitzfederung eingestellt und versucht eine Entscheidung zu treffen, ob die Beifahrersitzbank für 2 Personen behalten wird, oder gar durch zwei gefederte Sitze ausgetauscht werden soll. Nur einen Beifahrersitz zu verbauen macht wohl nicht viel Sinn, wenn denn 3 Sitzplätze auch eingetragen sind und man so auch mal einen „Tourguide“ mitnehmen könnte. Janine muss da immer noch eine Entscheidung treffen, 2 gefederte Sitze mit integr. Beckengurt sind jedenfalls schon da.
Der Fahrersitz muss mangels Kopfstütze m.E. auf jeden Fall getauscht werden. Gurtthematiken werden dann erst danach abgearbeitet, (autom. Sicherheitsgurte an vorhandener Befestigung in B-Säule).

Beim Oldtimertreff dann auf matschiger Wiese festgestellt, dass das standard Strassenprofil jetzt nicht so der Hit ist. Daher sind wir nach dem Oldtimertreff zu einem Kumpel der noch 4 Reifen – die ursprünglich auf einem KAT montiert waren – rumstehen hat. Der Gedanke ist ja auch, durch größere Reifen eine höhere Endgeschwindigkeit zu erzielen und damit dann bei niedrigerer Gesamtdrehzahl auch eine gute Autobahngeschwindigkeit zu erreichen. (>> geringerer Spritverbrauch)
Dabei dann aber nicht zu viel Kraft an der Achse zu vergeuden.

Einfach mal „angestellt“:

unsere Reifengröße: 10.00R20 146/143K
angestellte Reifen:   14.00R20 160/157
– man sieht sofort – wohl viel zu groß – und eigentlich auch viel zu breit ?

aus dem Internet:
Generell sind alle Felgen, deren Durchmesser eine „,5“ hat, sogenannte Tiefbettfelgen (also 17,5 – 19,5 – 22,5). Die Reifen werden genauso montiert wie Pkw-Reifen. Felgen mit „geraden“ Durchmessern wie 20 oder 24 sind Sprengringfelgen (oder Trilex).

Hier ein paar Durchmesserbeispiele:

10 R 22,5 ——— 1033 mm
11 R 22,5 ——— 1064 mm
12 R 22,5 ——— 1099 mm
13 R 22,5 ——— 1141 mm
10.00 R 20 ——- 1068 mm Vmax ist: 95km/h
11.00 R 20 ——- 1099 mm
12.00 R 20 ——- 1140 mm Vmax errechnet: 101km/h
13.00 R 20 ——- 1155 mm Vmax errechnet: 102km/h
14.00 R 20 ——- 1274 mm Vmax errechnet: 113km/h
12.00 R 24 ——- 1244 mm

Die fett markierten Werte sind hier auch nur Anhaltswerte, da je nach Profilbeschaffenheit die Reifendurchmesser auch variieren werden.
Sinnvoll wäre wahrscheinlich der 13.00R20 oder 13.00R20 mit einem Baustellenprofil.
Die Reiseerfahrungen mit unserem Magirus R81 Bus zeigen schon, dass es sinnvoll ist zwischendurch auch mal knapp über 100km/h fahren zu können, um eine „langweilige“ LKW Kolonne zu passieren. Zudem fahren gerade ausländische LKWs häufig deutlich über 85km/h (eher genau 87km/h)

Weitere Modifikationen sind auch über das zentrale Differential möglich (aber sehr teuer)

Zitate aus dem Internet (http://www.multi-board.com/board/index.php/Thread/59207-Umbereifung-auf-Single-130-D-9-170-D11-FA/):

Angesichts der üblichen „reinen“ Geländeanteile am gesamten Streckenaufkommen halte ich aber ein Baustellenprofil für die optimale Lösung. Das fährt sich ja deutlich komfortabler als die grobstolligen Mil-Profile. Die ich natürlich auch kenne und in der Grösse 11.00R20 als GOODYEAR G177 M+S auch fahre, wenn wirklich mal Not am Manne ist ..

und:
Mein K-H-D 110 D7 FA Bj. 1972 war schon -wie üblich- mit 9.00R20 Reifen auf 6.5×20 Sprengringfelgen Single bereift. Das hat furchtbar ausgesehen :(

Von MAGIRUS ist bekanntlich keine Unterstützung mehr in Bezug auf Reifenfreigaben zu erwarten. Jedenfalls nicht unter nachvollziehbaren Vorstellungen. Das wird auch nicht mehr besser werden. IVECO hat da andere Interessen.

Ich habe das Auto daher mit 385/65R22.5 Trailer-Reifen bestückt, montiert auf neuen 8 Loch 11.75×22.5 Steilschulterfelgen. Diese Felgen werden (nur noch) exclusiv von dem Reifenhändler Mayer in Mommenheim hergestellt. Und auch z.B. im Auftrag von M. in Landsberg/Lech von einem bekannten Outdoor-Profi vertrieben.

Ein sehr ausführliches Dokument mit allen Erklärungen zu Reifen-Felgenkombinationen kann beim Wohnkabinen-Erbauer und Rad-Reifen Spezialist Alu-Star eingesehen werden:

http://www.alu-star.com/.cm4all/iproc.php/AluStar_Raeder_Reifen.pdf?cdp=a&cm_odfile

 

Frage: Schlauchlos oder Reifen mit Schlauch ?

Unser LKW Reifen Spezialist erzählt dazu:

Schlauchlos – Vorteile

  • Luft entweicht bei Löchern ggf. nur schleichend, wir können uns ggf. noch 20km weiter fortbewegen
  • Löcher sind ggfs. auch mit einem „Stopfen“ (Safety-Seal) zu „stopfen“
  • Reifen sind im Ausland besser zu bekommen (z.b. 385/65 R22.5 – Trailerbereifung)

Schlauchlos – Nachteile

  • Montage: eher schwerer zu montieren als mit Schlauch
  • Ein Ersatzrad sollte daher eher inkl. Felge mitgeführt werden (Gewichtsnachteil)

Schlauch – Vorteile

  • je nach Lochgröße können Schläuche einzeln gewechselt werden, Reifen muss nicht vulkanisiert werden – es müssen weniger Ersatzreifen mitgeführt werden >> Gewichtsersparniss
  • auch Schläuche können geflickt werden

Schlauch – Nachteile

  • im Gelände kann ggfs. nicht so viel Luft abgelassen werden, da irgendwann der Schlauch im Reifen walkt und sich ggf. aufscheuert
  • Reifen in dieser Kombination sind im Ausland schwerer zu beschaffen

eine gute Zusammenfassung findet man auch hier:
http://naturetrail.privat.t-online.de/McDee.html#Fabrik

oder:
http://kurzhauber.allrad-lkw.eu/#mozTocId875214

oder:
http://www.mattec.at/linseal1.htm

Reifenwechsel ohne Sprengringfelge:
http://www.gertenbach.info/d_big_foot_43.htm

Reifenwechsel mit Sprengringfelge:
http://www.wuestenschiff.de/phpbb/reifenwechsel-mit-sprengringfelge-t43218.html

 

 

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