ISLAND 2018 – Woche 4

TAG 28 – Freitag, 10.08.18 – Reykjavik

Author: MS

Wetter – bewölkt, sonnig, bewölkt ca. 14 Grad

Technik: Hab den Poltergeist – das gebrochene Fangband für das kippbare Führerhaus ausgebaut

Gemüt: gespannt auf die Hauptstadt

Noch ca. 60km bis Reykjavik – nur noch asphaltierte Straßen, die bald auf den Golden Circle führen, unterwegs halten wir am Gullfoss an – dem Wasserfall überhaupt hier auf Island – völlig überlaufen – wir fahren weiter – den Golden Circle machen wir später noch.

Halten an einer Tankstelle, Tank ist fast leer – haben schon wieder ca. 800km abgerissen.
Nebenan ist eine VinBodin und ein Supermarkt. In der VinBodin gibt’s Biernachschub, im Supermarkt Nahrung für die nächsten 5-7 Tage. Dieser Supermarkt wurde genau über dem Spalt, der die europäische von der amerikanischen Kontinentalplatte teilt, gebaut. Als der tiefe Graben bei den Ausschachtungsarbeiten gefunden wurde, baute man einfach einen, durch Glasplatten abgedeckten Schacht, über und neben dem Spalt.

Haben einen Campingplatz 3km nah an der Innenstadt gewählt und sind um ca. 14 Uhr dort. Leider sehr teuer – ca. 50 EUR pro Nacht für 2 Personen. Richten uns ein und gehen in die Stadt. Ca. 90% aller ca. 348.000 Einwohner Islands leben hier. Eine echte Großstadt – sehr schöne – eher kleine und alte Gebäude – wechseln sich ab mit moderner Architektur.

Die Harpa (die Harfe) ist eine moderne Konzert- und Kulturhalle. Nette Geschäfte und Kaffees. Ultramoderne Architektur. Diese liegt direkt am Hafen, der seit 1900 ständig weiter ausgebaut wurde. Viele Informationstafeln am Pier können das bezeugen.

Wir erkunden die Innenstadt – nette Fußgängerzone – gehen shoppen (echter isländische Socken für die Kinder) und trinken Bier in einer Hafenkneipe und später natürlich auch noch im Hardrock Cafe Reykjavik.

Die große Kirche mit gigantischer Orgel lassen wir auch nicht aus. Ein Organist übt gerade diverse Stücke ein und wir lauschen recht lange der Orgel-Musik.

Langer Weg zurück – völlig erschöpft.

 

TAG 27 – Donnerstag, 09.08.18 – auf Richtung Reykjavik

Author: MS

Wetter: bewölkt, 2 Grad – ab Mittag strahlender Sonnenschein 20 Grad

Technik: bestens

Gefühl: heute schon wieder viel Schotterpiste

Heute bei bewölktem Himmel und ca. 2 Grad Außentemperatur aufgewacht. Draußen auf der Pferdekoppel werden die Islandpferde wohl für einen Ausritt fertig gemacht. Wir frühstücken und machen dann eine Wanderung durch eine Schlucht. Am Ende sollen wir wohl einen HotPott finden.

Der Weg windet sich entlang der Schlucht und tatsächlich finden wir am Ende den warmen Pool. Eine französische Familie hatte den gleichen Gedanken – alle machen uns aber breitwillig Platz. Der aus Steinen angelegte Pool wird aus zwei Rohren, die wohl aus der tieferen Erde kommen, gespeist und hat so um die 35 Grad. Das Wasser läuft dann an der Kante über und direkt in den Gebirgsfluss.

Wir entspannen eine Weile und machen uns dann auf den Rückweg. Diesmal erklimmen wir aber zunächst die Schlucht um von oben ein grandioses Bild zu machen. (das ist oben mit drin)
Zurück am Stellplatz schnell noch einen Kaffee und dann wieder auf die Piste. Das geht auch hier heute erstaunlich gut. Die BaustellenMaschine von gestern hat ganze Arbeit geleistet – alles sauber eingeebnet – und bis zur Abzweigung auf die F35 kann man gut gehen lassen.

 

Danach fängt das Übel aber wieder an. Wir reden uns die ganze Zeit ein, dass der Magirus ja genau dafür gemacht wurde. Trotzdem sind wir froh, als die Straße nahe den Sehenswürdigkeiten des Golden Circle (Gulfoss) wieder in Asphalt übergeht. Zwischendurch halten uns noch Touristen mit einem LeihPKW an, denen wir Starthilfe geben. Für ein Päuschen kurz den Motor ausgemacht – und das wars dann. Mitten im Nirgendwo.

Eigentlich wollten wir auf einen bestimmten Campground, aber auf dem Weg dahin gabs nirgendwo Zigaretten. Wir schmachten schon seit dem Vormittag und die E-Zigarette hatte auch den Geist aufgegeben. Wir fahren weiter bis zum nächsten Campground der auf dem Weg nach Reykjavik liegt und finden irgendwann endlich eine Tanke, die auch Zigaretten anbietet.

Am Ende des Tages war das auch die richtige Entscheidung – sehr schöner Stellplatz.

Den Norden haben wir nun damit auch verlassen – hier die Strecken die wir in den eltzten  1 1/2 Wochen gefahren sind:

TAG 26 – Mittwoch, 08.08.18 – Hveravellir und Kerlingarfjöll

Author: MS

Wetter: bewölkt, 7 Grad

Technik: bestens, außer Internetvolumen 10GB aufgebraucht – Mist

Gefühl: heute wieder viel Schotterpiste

Normal aufgestanden und gefrühstückt. Im Ort kurz in die Tankstelle mit TanteEmma Laden – musste unbedingt mal einen Blick rein werfen in diese 50er Jahre Tanke, die schon Generationen von der Familie geführt wird. (siehe Bild gestern)

Dann auf die Piste – zunächst ca. 30km Landstraße – asphaltiert – dann auf die F35. Der Wechsel von Asphalt zu Schotter dauert auch nicht lange. Heute stelle ich fest, dass es eigentlich mal eine asphaltierte Straße war, in der alle Schlaglöcher (manche 15cm tief und 50cm im Durchmesser) einfach nur mit Schotter zugeschüttet werden.
Na, es hilft nicht – mit mind. 50 Sachen über Schotter, Löcher und Wellblechrillen.

Nach 60km in Hveravellir – einer GeoThermik Region mit HotPod zum Baden. Eigentlich sollte das ja unser Tagesziel sein. Leider war es so voll, dass wir weder Baden waren, noch Lust hatten hier zu übernachten. Kurzer Rundgang, ein paar Fotos, dann ein Kaffee und mit Kartenmaterial nach den nächsten Campingplätzen Ausschau gehalten.
Wir finden einen bei Kerlingarfjöll. Nochmal eine Stunde Schotter – diesmal aber richtig – teilweise gehen nur noch 10km/h.

Ohne zu wissen was uns erwartet fahren wir am Campground vorbei – wollen wissen, was denn da oben auf dem Berg ist. Hatten vorher für ein Foto die Fahrerposition gewechselt. Janine fährt deshalb jetzt den Berg rauf. Diesmal wieder mit allem was wir haben: Untersetzung und Längssperre – es geht mächtig – und sehr lange Berg auf.

Die durch einen Gletscherkrater und Geothermik entstandene Landschaft die wir da oben vorfinden ist echt ohne Worte – deshalb mal heute viele Bilder statt vieler Worte.

 

Nach unserer ausführlichen Wanderung müssen wir den ganzen Berg wieder runter, was erstaunlich gut geht, da der halbe Weg plötzlich von einem Baustellenfahrzeug – ähnlich einem Schneeschieber – glatt geschoben wurde. Was für ein Service.
Wir finden einen netten Stellplatz auf dem Campground und gehen ins das dort vorhandene Restaurant was essen. Heute will keiner mehr kochen.

TAG 25 – Dienstag, 07.08.18 – Heringmuseum

Author: JS & MS

Wetter: stürmisch, kalt, regnerisch 8 Grad

Technik: fehlerlos

Gefühl: halb erfroren

Heute präsentiert sich Island so, wie ich es bereits bei meinem ersten Besuch vor 4 Jahren kennengelernt habe. Der Wind hat die halbe Nacht am LKW gerüttelt und geschüttelt. Auch nach dem unfreiwilligen, frühen aufwachen – unser Sohn hat nicht bedacht, dass wenn es bei ihm 9.00 ist es bei uns erst 7.00 ist – hat sich der Wind nicht gelegt. Michael macht ein bisschen Business im Aufenthaltsraum des Campingplatzes, weil dort das Wlan besser ist, ich kuschele mich nochmal in meine Decke und lasse mich in den Schlaf wiegen.

Um 9.00 stehe ich auf und bereite im Koffer alles für die Abreise vor. Dann dick einmummeln, Mütze, Schal und Handschuhe sind heute mehr denn je gefragt, und dann ab nach draußen, das Motorrad muss trotz Regen aufgeladen, Tisch, Stühle und Grill eingeladen werden.

Wir machen uns grob auf in Richtung Reykjavik, da ich unbedingt am Samstag zur Pride Parade da sein will. Unser erster Zwischenstopp ist in Siglufjördur. Wir fahren die Küstenstraße entlang, die es abschnittweise echt in sich hat. Viele Bodenwellen lassen das Gefühl von Kirmes aufkommen, immer wieder wird der Asphalt von Schotterabschnitten unterbrochen, einmal wechselt der Belag bei 14%igen Gefälle. Aber die Landschaft ist wieder einmal phänomenal und das Licht, das durch die drohend aufgetürmten Wolken strahlt ist klasse. In Siglufjördur gehen wir in das Heringsmuseum, das aus 3 alten Häusern besteht, in denen anschaulich dargestellt wird, wie der Hering gefangen und weiterverarbeitet wurde.

Seit etwa 1910 wurde die Heringsfischerei industriell betrieben. Unglaublich mit welchem Maschinenpark der Hering zu Öl und Fischpulver als z.B. Futter weiterverarbeitet wurde.
(Die Rohölproduktion in den USA gabs da noch nicht) Das war auch nötig, wenn denn jedes Jahr ca. 100.000 Tonnen Heringe verarbeitet werden mussten. Ein Großteil wurde wohl auch eingesalzt in Fässern (Barrel) weltweit exportiert. Bis zum Jahr 1968 hat das funktioniert, danach gabs keine Heringe mehr – 2 Dekaden ohne Hering brachen der gesamten Industrie das Genick – heute wird nur noch nach Fang-Quoten gefischt. Der Bestand hat sich mittlerweile wieder normalisiert.
Das Museum ist sehr empfehlenswert.

Wir haben jetzt Hunger und gehen ins Hannes Boy, eine schmuckes Restaurant unweit des Museums und bestellen, ja was wohl, Hering. Nachdem wir uns gestärkt haben, geht es weiter nach Saudarkrokur, wo wir den Campingplatz ansteuern, der auch wieder unsere Campingcard akzeptiert. Wir überlegen kurz, den Ort anzuschauen, aber es ist so kalt, – das Thermometer zeigt 9 Grad, aber durch den starken Wind fühlt es sich viel kälter an- dass wir beschließen den LKW nicht mehr zu verlassen. Kochen Nudeln, spülen und planen einen Route für die restlichen ca. 300km bis Reykjavik.

Da wir genügend Zeit haben, werden wir eine 4×4 Piste – die F35 mit ca. 140km Schotterpiste durchs Hochland fahren. (Diese soll aber wohl materialschonender und gut fahrbar sein) Die Piste führt zwischen den beiden kleineren Gletschern in Island hindurch und etwa in der Mitte gibt’s einen HotPot; da werden wir wohl noch zum Schwimmen und Aufwärmen anhalten – kurz vor Reykjavik kommen wir dann auf den GoldenCircle mit all seinen Sehenswürdigkeiten.
In den Westen – insbesondere die Westfjorde – fahren wir dann später wieder.

TAG 24 – Montag, 06.08.18 – Insel Grimsey

Author: JS

Wetter: am Horizont türmen sich schwarze Wolken auf, es bleibt aber trocken, am Nachmittag sonnig, abends Regen und es ist sehr windig

Technik: keine Vorkommnisse

Gefühl: entspannt

Ich werde durch ein Geräusch geweckt, dass ich schon länger nicht mehr gehört und gar nicht vermisst habe, der Wecker klingelt. Wir wollen heute nach Grimsey übersetzen und die Fähre fährt um 9.00 ab. Wir machen uns fertig und packen unseren Rucksack, es ist ziemlich kühl und sehr windig, also Mütze, Schal und Handschuhe nicht vergessen.

Am Hafen kaufen wir unsere Tickets und entern die Fähre. Die Überfahrt nach Grimsey dauert 3 Stunden.

Grimsey ist eine kleine Insel 40km nördlich vor der Küste Islands. Die Insel gehört zu Island, hat ca. 100 Einwohner und liegt direkt auf dem Polarkreis. Außerdem ist die Insel ein Traum für Ornithologen, denn auf der Insel haben die 1.000.000 Vögel keine natürlichen Feinde, es ist verboten Hunde und Katzen zu halten, es gibt keine Ratten, Mäuse oder Polarfüchse. Nur 60 verschiedene Vogelarten, Islandpferde und Schafe. Die Insel kann mit der Fähre oder dem Flugzeug erreicht werden.

Wir gehen los und sofort fühlt man sich wie bei Hitchcocks Die Vögel, Hunderte von Seeschwalben haben das Gebiet am Hafen besiedelt und zeigen lautstark, dass sie nicht begeistert von der Störung durch uns sind. Immer wieder fliegen sie kreischend Angriffe auf uns, obwohl die Tierchen nicht besonders groß sind, ist das ein bisschen unheimlich. Wir kommen an der Start- bzw. Landebahn der Flugzeuge vorbei, auch dort alles voller Vögel, da möchte ich kein Pilot sein.

Direkt dahinter überqueren wir den 66. Breitengrad. Eine kleine Brücke führt über den Polarkreis.

Bald erreichen wir die ersten Klippen, die voller Vögel sind, uns faszinieren natürlich die Puffins, die Papageientaucher am meisten. Die sind aber auch niedlich die kleinen Kerlchen.

So wandern wir and den Klippen entlang, bis wir das Polarkreis Wahrzeichen, eine Basaltkugel mit einem Durchmesser von 3 m mit dem Titel Orbis et Globus. Jedes Frühjahr wird die Position der Kugel korrigiert, da der Polarkreis jedes Jahr um ca. 14,5m nach Norden wandert.

Nach ca. 3 Stunden habe wir die Insel komplett umwandert, dutzende Bilder von Papageientauchern gemacht, eine Herde Islandpferde passiert, die wie die Schafe sich frei auf der Insel bewegen können und sind immer wieder von Schwalben angegriffen worden. Jetzt treibt uns Durst und Hunger in eins der Restaurants, dort wird auf gegrillter Papageientaucher angeboten, ist wohl eine Spezialität, aber wir entscheiden uns für Cheeseburger und gegrillten Käse. Nach dem Essen werfen wir noch einen Blick in die Geschäfte, dann ist es auch schon wieder Zeit zur Fähre zurückzukehren.

Als wir zum Campingplatz zurückkommen, staunen wir nicht schlecht, der Campingplatz ist gerammelt voll und auch die Wiese nebenan ist kurzerhand zum Stellplatz umfunktioniert worden. Ab morgen ist hier Heringsfest und es werden mehrere Tausend Leute erwartet.

TAG 23 – Sonntag, 05.08.18 – Dalvik

Author: JS

Wetter: bewölk, am späten Nachmittag kommt die Sonne raus

Technik: alles gut, provisorische Schraube an der Bremse durch den Bolzen ersetzt

Gefühl: entspannt

Aufgewacht, Kaffee, Frühstück, das übliche eben. Da wir nur einige Kilometer bis Dalvik weiterfahren wollen, machen wir ganz gemütlich, Motorrad aufladen, spülen, alles einräumen. Michael tauscht die Schraube, mit der er provisorisch die Bremse repariert hat wieder gegen den richtigen Bolzen mit dem neuen passsenden Sicherungsring aus. Gegen 14.00 fahren wir los und sind auch schon bald wieder an unserem Ziel angekommen und steuern den Campingplatz in Dalvik an. Kaum was los, wir suchen uns ein schönes Plätzchen und richten uns ein.

Zunächst einmal erkunden wir den Ort. Hier ist echt der Hund begraben -es ist Sonntag –  kein Mensch auf der Straße und ein permanenter Fischgestank liegt in der Luft. Nach einer Viertelstunde haben wir den gesamten Ort erkundet und kehren zum Magirus zurück.

Der Campingplatz verfügt auch über eine Waschmaschine, da unser Dreckwäschekorb mittlerweile überquillt, wasche ich erst mal 2 Maschinen, Mikey betreibt derweil Augenpflege. Wir wollen unsere vermeintlichen Lammkoteletts grillen, beim Essen fragen wir uns dann, was wir da eigentlich gekauft haben, das Fleisch ist dermaßen salzig. Vielleicht hätten wir doch vor unserer Abreise einen Crashkurs der isländischen Sprache machen sollen.

Da es noch recht früh ist und das Wetter gut, fahren wir eine Runde mit der Beta die Küstenstraße entlang. Wieder mal eine tolle Landschaft. Steile Klippen, Wasserfälle und 10 m unter uns liegt der Fjord. Zum ersten Mal seit wir hier sind, müssen wir durch einen Tunnel fahren – fast 4km lang. Wie auch die Brücken in Island ist der Tunnel nur einspurig mit einer Bucht zum Ausweichen ca. alle 50m.

Da auch im Nebenort nichts los ist und wir außerdem total durchgefroren sind, drehen wir um und fahren zurück zum Magirus.

TAG 22 – Samstag, 04.08.18 -Akureyri

Author: JS

Wetter: erst mal regnerisch, später kämpft sich die Sonne raus, dann 16Grad

Technik: keine neuen Vorkommnisse – Heckträger ist repariert

Gefühl: erst mal träge, liegt am Wetter, später sonnig, wie das Wetter

Aufgewacht, es ist regnerisch, da macht das Aufstehen keinen Spaß und irgendwie kommen wir nicht zu Potte, das Wetter macht uns träge, wir raffen uns dann doch noch auf und frühstücken erst mal ausgiebig und planen unseren Tag. Da wir eine Werkstatt suchen wollen und auch ausgiebig einkaufen müssen, machen wir den Magirus reisefertig, drinnen alles sicher verstauen, der Heckträger muss ein Stück hochgefahren werden, mit unseren Auffahrrampen und der Einstiegsleiter reservieren wir unseren Stellplatz und fahren los. Nur einen Kreisverkehr weiter ist ein kleines Industriegebiet und dort ist auch eine Autowerkstatt. Wir haben Glück, obwohl Samstag ist, hat sie geöffnet. Michael erklärt unser Problem und sofort werden wir in Halle geleitet und die 2 netten Mechaniker holen das Schutzgasschweißgerät und schweißen unseren Heckträger, so sind sie die Isländer, hilfsbereit und flexibel, das sollte man mal bei Procar oder Nouvertne ausprobieren, da würde mal wohl einen Termin 4 Wochen später bekommen. Außerdem bekommen wir dort auch noch einen Sicherungsring für den Bolzen von der Bremse, so dass Mikey die provisorische Schraube durch den Bolzen ersetzen kann, was mich ruhiger schlafen lässt.

Weiter geht es zum Supermarkt, auf dem Parkplatz steht ein anderer Magirus vom THW, wir natürlich gleich hin, um ein Schwätzchen zu halten und uns auszutauschen, aber pustekuchen, die haben die Zähne nicht auseinander bekommen. Wer nicht will, der hat schon.

Wir tätigen einen Großeinkauf und füllen unseren Vorratsschrank wieder auf, mittlerweile ist auch das Wetter wieder besser geworden und die Sonne scheint. Es geht zurück zum Campingplatz, unser Stellplatz ist noch frei. Wir parken den Magirus ein und steigen auf die Beta um und düsen die 3km nach Akureyri. Am Hafen stellen wir die Beta ab, dort ist schon mal der Bär los, eine Kirmes ist aufgebaut, es ist Verslunarmannahelgi, ein Familienfest mit Kirmes, Live Musik und anderen Attraktionen. Wir kehren dem Rummel erst mal den Rücken und gehen ins Kongresszentrum Hof, dort befindet sich die Touristeninfo, an der wir uns mit diversen Karten und Heftchen über Island eindecken. Wir schlendern durch den Rundbau, deren Wände isländische Malereien zieren, auch ein Cafe ist dort zu finden. Wir spazieren weiter in die Innenstadt, auch hier ist es proppenvoll, wir flanieren durch die Einkaufsmeile und helfen die Wirtschaft in Gang zu halten, ich bin mit dem festen Vorsatz hergekommen, mir einen dieser kuschelig warmen Pullover aus Islandschafswolle zu kaufen, Michael begnügt sich mit einem T-Shirt und auch die Daheimgebliebenen haben wir nicht vergessen. Dann erklimmen wir die Stufen zur Akureyrakirkja, das bedeutet Akureyris Kirche, ein sehr markanter Bau, leider können wir uns drinnen nicht umschauen, da gerade eine Trauung stattfindet. Weiter geht es zum Botanischen Garten und wieder zurück zur Fußgängerzone. Wir kommen am Kino vorbei, dort beginnt in 5 Minuten der neue Mission Impossible Film und da die Filme in Island OMUs sind, kaufen wir kurzentschlossen 2 Karten und eine Portion Nachos und schauen uns den Film an.

Danach geht es wieder zum Kongresszentrum, denn wir haben unsere Helme bei der Touristeninfo abgegeben und es ist mittlerweile nach 19.00. Böse Überraschung, die Info hat bereits geschlossen. Mist, ohne Helm Motorradfahren ist auch in Island verboten. Was nun? Verzagt frage ich im Cafe nach, welches noch geöffnet hat und tatsächlich hat die nette Dame aus der Info unsere Helme dort abgegeben, Glück gehabt. Es geht dann auch direkt zurück zum Campingplatz, denn wir haben Hunger.

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